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Super Sache, bin aus Versehen drauf "gestolpert" ..Klausurvorbereitung…Die Darstellung der SMART-Methode könnte nicht besser sein.Vor allem der Beispiel 🙂
ReplyEin Freund von mir sucht seit längerem eine neue Wohnung. Als wir uns kürzlich zum Abendessen trafen berichtete er von den zahlreichen Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche. Ich schlug ihm vor, dass er die SMART-Methode verwenden soll, um sein Ziel zu formulieren. Gemeinsam haben wir ein SMARTes Ziel für seine Wohnungssuche formuliert. Lesen Sie hier: http://blog.ziele-sicher-erreichen.de/2011/11/wohnungssuche-beispiel-fur-ein-smartes.html
ReplyHallo,
ich habe aufmerksam Ihren Blog gelesen und bin gerade an den Zielformulierungen angekommen. Ich schreibe am Mittwoch eine Prüfung in Führungskompetenzen und muss daher eine Zielformulierung anhand der SMART-Kriterien formulieren. Die Zielformulierungen beziehen sich auf Auszubildende im öffentlichen Dienst. Als Beispiele können aufgeführt sein: Schlampiges Berichtsheft, Pünktlichkeit, schlechte Schulnoten, fehlende Einsatzbereitschaft, persönliches Verhalten etc. Anhand dieser Eigenschaften von Azubis muss eine Zielformulierung anhand der SMART-Kriterien erfolgen. Jeder einzelne Punkt der SMART-Kriterien muss in der Zielformulierung abgehandelt werden. Als Bsp. für ein schlechtes Verhalten habe ich mir z.B. überlegt:
Beispiel bei schlechtem Verhalten der Auszubildenden (z.B. Auftreten, Benehmen, Ausdrücke) gegenüber Mitarbeiter und Bürgern:
Der Besuch entsprechend geeigneter Fortbildungsmaßnahmen oder Seminare wird im nächsten halben Jahr, aufgrund des schlechten Verhaltens des Auszubildenden X angestrebt. Zur Kontrolle wird nach diesen Seminaren ein Gespräch mit der Ausbildungsleitung geführt.
Beispiele aufgrund schlechter Schulnoten:
Der Auszubildende X, hat aufgrund der schlechten Berufsschulnoten eine Lerngruppe zusammen mit Auszubildende Y und Z bis zum Ende des Ausbildungsjahres zu bilden. Die weiteren Schulnoten müssen der Ausbildungsleitung wiederum bis zum Ende des Ausbildungsjahres zur Kontrolle vorgelegt werden.
Werden bei diesen Zeilformulierungen alle SMART-Kriterien erfüllt? Kennen Sie bessere Beispiele?
Ich bedanke mich vielmals für Ihre Hilfe und hoffe auf eine baldige Rückantwort.
Beste Grüße und machen Sie so weiter….
Timo T.
ReplyHallo Timo T.,
danke für Deinen Beitrag. Zu Deinem ersten Beispiel "bei schlechtem Verhalten des Auszubildenden (z.B. Auftreten, Benehmen, Ausdrücke) gegenüber Mitarbeitern und Bürgern":
Gut ist, dass Du eine Zeit-Komponente eingebaut hast: "im nächsten halben Jahr". Noch konkreter wäre es, wenn Du schreibst, dass die Fortbildung/das Seminar bis zum bspw. 30.11. durchgeführt sein soll. Damit wäre das "T" für TERMINIERT der SMART-Kriterien voll erfüllt.
Die Teilnahme an einem Seminar / einer Fortbildung ist sicherlich als REALISTISCH einzuschätzen. Damit ist auch das "R" erfüllt.
Das S, M und A für SPEZIFISCH, MESSBAR und ATTRAKTIV kannst Du noch verbessern.
Würdest Du das von Dir formulierte Ziel aus Sicht des Auszubildenden attraktiv finden? In Deiner Formulierung klingt es noch eher wie eine Bestrafung. Was hälst Du davon, wenn der Azubi sich ein Projekt suchen darf, das ihm Spaß macht und bei dem er für ein halbes Jahr intensiv mit anderen Menschen zu tun hat (Mitarbeit in einem Jugendzentrum, in einem Sportverein, Job in einem Supermarkt o.ä.). Das Ziel sollte attraktiv sein!
Wenn Du noch ein bisschen genauer beschreibst, was der Auszubildende in dem Projekt / der Stelle etc. macht, wird es auch spezifisch (z.B.: im Jugendzentrum wird er den Besuchern erklären, wie man eine eigene Website baut oder ähnliches…).
Abschließend der Punkt "Messbarkeit". Was hälst Du davon, wenn der Ausbildungsleiter VOR und NACH dem Projekt 10 Freunde/Bekannte des Auszubildenden befragt, wie das Benehmen, Auftreten und die Ausdrücke des Azubis sind. Die Befragten können "schlecht", "normal", "gut" angeben. Dadurch kann der Ausbildungsleiter feststellen, ob eine Veränderung eingetreten ist und das Ziel ist damit messbar.
Zum zweiten Beispiel "aufgrund schlechter Schulnoten":
Auch hier ist das terminiert-"T" wieder prima erledigt ("bis zum Ende des Ausbildungsjahres"). Auch das realistisch-"R" ist erfüllt.
Wenn Du den ersten Satz änderst in "Der Auszubildende wird zusammen mit anderen Auszubildenden eine Lerngruppe gründen" lässt Du die ganzen Formulierungen weg, die den Satz un-attraktiv klingen lassen ("hat … zu bilden", "aufgrund der schlechten Berufsschulnoten"). Mit der neuen Formulierung klingt das Ziel doch gleich attraktiver, oder? Und das ist das, was SMART erreichen will.
Etwas mehr spezifisch-"S" kriegst Du in die Formulierung, wenn Du sagst, für welche Fächer die Lerngruppe gegründet wird und dass sie sich z.B. einmal wöchentlich für 2 Stunden trifft.
Die Idee, die Schulnoten vorzulegen ist okay. Dadurch wird das Ziel messbar. Ersetz hier einfach nur das "müssen" durch "werden" (damit es weiterhin positiv formuliert bleibt).
Gerne kannst Du die fertigen Formulierungen wieder hier veröffentlichen und ich gebe Dir noch eine abschließende Rückmeldung.
Viel Erfolg!
Marco Elling
Hallo Marco,
ich möchte mich herzlich für deine Anregungen bedanken. Deine Website ist top und kann gut zur Prüfungsvorbereitung genutzt werden. Also mach weiter so…
Viele Liebe Grüße uns ein schönes Wochenende…
Timo
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